BFSG-Bußgeld: wie hoch sind die Strafen?
BFSG-Bußgeld auf einen Blick
- Höchstbußgeld
- bis 100.000 € (§ 37 BFSG, schwere Verstöße)
- Übrige Verstöße
- bis 10.000 €
- Zusätzlich
- Untersagung des Vertriebs durch die Marktüberwachung
- Wer haftet
- das Unternehmen — Hersteller, Importeur, Händler oder Dienstleister
- Schnellstes Risiko
- wettbewerbsrechtliche Abmahnungen (ca. 1.500–5.000 € pro Fall)
- Seit wann
- 28. Juni 2025
- Rechtsgrundlage
- § 37 BFSG i. V. m. Richtlinie (EU) 2019/882
Wie hoch ist das BFSG-Bußgeld genau?
§ 37 BFSG unterscheidet zwei Stufen. Für schwere Verstöße beträgt das Bußgeld bis zu 100.000 €. Für die übrigen Ordnungswidrigkeiten liegt der Rahmen bei bis zu 10.000 €.
Die konkrete Höhe bemisst sich nach Art, Schwere und Dauer des Verstoßes sowie der Gefahr der Wiederholung. Es handelt sich um Höchstgrenzen, nicht um Pauschalen.
Wer haftet für einen Verstoß?
Verantwortlich ist das Unternehmen, das den Dienst für Verbraucher bereitstellt — je nach Rolle Hersteller, Importeur, Händler oder Dienstleister. Für Online-Shops heißt das: Betreiber des Shops und der Zahlungsstrecke tragen die Pflicht zur Konformität mit WCAG 2.1 AA.
Drohen Abmahnungen wegen Barrierefreiheit?
Ja — und in der Praxis oft schneller als ein behördliches Bußgeld. Wettbewerber und Verbände können Verstöße abmahnen; die Kosten liegen typischerweise bei 1.500–5.000 € pro Fall, zuzüglich der Pflicht, den Mangel zu beheben. Ein dokumentierter, datierter Nachweis Ihrer Bemühungen ist die beste Verteidigung.
Wie vermeiden Sie ein BFSG-Bußgeld?
Drei Schritte: (1) Ihren Checkout gegen WCAG 2.1 AA prüfen und die Verstöße beheben, (2) eine Barrierefreiheitserklärung veröffentlichen, (3) einen datierten Nachweis führen, der belegt, dass Ihr Shop zum jeweiligen Zeitpunkt konform war. Genau dafür ist keepcite gebaut — starten Sie mit dem kostenlosen Scan unten.
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FAQ
Ab wann drohen BFSG-Bußgelder?
Das BFSG gilt seit dem 28. Juni 2025. Seitdem können die Marktüberwachungsbehörden Verstöße verfolgen und Bußgelder nach § 37 BFSG verhängen.
Gibt es schon hohe BFSG-Bußgelder?
Öffentlich bekannt gewordene hohe Bußgelder gibt es bislang kaum — die Durchsetzung läuft an. Das reale, unmittelbare Risiko sind derzeit wettbewerbsrechtliche Abmahnungen und die mögliche Untersagung des Vertriebs.
Schützt eine Barrierefreiheitserklärung vor Bußgeldern?
Sie ist Pflicht, aber allein kein Schutz. Entscheidend ist die tatsächliche Konformität mit WCAG 2.1 AA — und ein datierter Nachweis, der sie belegt. Eine Erklärung ohne Umsetzung kann sogar belegen, dass der Mangel bekannt war.
Was kostet eine Abmahnung wegen Barrierefreiheit?
Typischerweise 1.500–5.000 € pro Fall, plus die Pflicht, den Verstoß zu beheben. Bei mehreren Abmahnern summiert sich das schnell.