BaFG · Strafen

Barrierefreiheit-Strafen: was droht in Österreich?

In Österreich ahndet das Barrierefreiheitsgesetz (BaFG) Verstöße mit Verwaltungsstrafen, gestaffelt nach Unternehmensgröße: bis 80.000 € für große Unternehmen, bis 50.000 € für KMU und bis 25.000 € für Kleinstunternehmen. Zuständig ist das Sozialministeriumservice. Bei erstmaligen oder geringfügigen Verstößen gilt der Grundsatz „Beraten vor Strafen“.

Die Strafen auf einen Blick

Große Unternehmen
bis 80.000 €
KMU
bis 50.000 €
Kleinstunternehmen
bis 25.000 €
Behörde
Sozialministeriumservice
Grundsatz
„Beraten vor Strafen“ bei erstmaligen/geringfügigen Verstößen
Rechtsgrundlage
BaFG (Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/882)

Wie hoch sind die Strafen genau?

Die Verwaltungsstrafen des BaFG sind nach Unternehmensgröße gestaffelt: bis 80.000 € für große Unternehmen, bis 50.000 € für kleine und mittlere Unternehmen und bis 25.000 € für Kleinstunternehmen. Die konkrete Höhe richtet sich nach Schwere und Dauer des Verstoßes.

Wer verhängt die Strafen?

Zuständig ist das Sozialministeriumservice als Marktüberwachungs- und Verwaltungsstrafbehörde. Es prüft Beschwerden, kann Maßnahmen anordnen und Verwaltungsstrafverfahren einleiten. Bei erstmaligen oder geringfügigen Verstößen gilt zunächst „Beraten vor Strafen“.

Für wen gilt das und ab wann?

Das BaFG gilt seit dem 28. Juni 2025 für Online-Shops und digitale Dienste für Verbraucher in Österreich. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen, sind ausgenommen (unter 10 Mitarbeitende und unter 2 Mio. € Umsatz).

Wie vermeiden Sie eine Strafe?

Bringen Sie Ihren Checkout auf WCAG 2.1 AA, veröffentlichen Sie Ihre Barrierefreiheitserklärung und führen Sie einen datierten Nachweis. keepcite prüft, behebt und dokumentiert. Starten Sie mit dem kostenlosen Scan unten.

Sind Sie konform?

Gratis

Ihr Shop, geprüft gegen den Standard des Gesetzes.

Kostenloser Report. Kein Spam.

FAQ

Gibt es schon Strafen?

Die Durchsetzung läuft an; hohe öffentliche Strafen sind noch selten. Der Strafrahmen (bis 80.000 €) gilt jedoch seit dem 28. Juni 2025 und steht dem Sozialministeriumservice zur Verfügung.

Was bedeutet „Beraten vor Strafen“?

Bei erstmaligen oder geringfügigen Verstößen setzt die Behörde zunächst auf Beratung und Fristsetzung statt auf sofortige Strafe. Wer trotz Aufforderung untätig bleibt, riskiert die volle Strafe.

Schützt ein Overlay-Widget?

Nein. Overlays ändern nicht den Code, den der Standard misst. Über 800 Fachleute erklären, dass sie nicht funktionieren, und die US-FTC verurteilte accessiBe zu 1 Mio. $. Ein Widget zeigt, dass Sie es wussten — ohne etwas zu beheben.

Was sollte ich als Nachweis aufbewahren?

Eine aktuelle Barrierefreiheitserklärung und einen datierten Nachweis der Konformität (Audit, Korrekturen, Screenreader-Tests). keepcite stellt dafür jeden Monat ein datiertes Zertifikat aus.